Sonntag, 25. Mai 2008

Strike!

Der Klitschkuchen konnte noch getoppt werden. Es hat alles geklappt und das Geburtstagsmenü, nein die Geburtstagstapas españolas waren laut einstimmiger Aussage allesamt wun.der.bar. Jetzt hab ich den ganzen Tag in der Küche gestanden, aber so ein bisschen bin ich doch stolz auf uns, mich und den besten Bruder wo gibt.

Liebste Frau Metromester, ich hab leider vergessen zu photografieren ich wollte mir diese Schande für die Food-Photografie dieses Mal ersparen. Ich entschuldige mich hiermit. Eventuell, wenn Sie darauf bestehen, kann ich morgen noch die (kläglichen) Reste knipsen, aber die marinierten Rindfleischspiesse und die Spargelspitzen in Blätterteigmantel sind leiderleider bereits vernichtet. Eventuell gibt es also morgen noch Photos von den Gambas, von vom Couscous welches mit Bulgur fabriziert wurde, issjafastdatselbe, vom Weisse-Bohnen-Salat und den gefüllten Tomaten und den gekauften Oliven.

Hachjanjamnjamaaah.

Samstag, 24. Mai 2008

Supermarktgespräche

Vorhin, im Supermarkt meines Vertrauens gab es keine Gambas (mehr?), was aber für das Geburtstagsmenü unerlässlich ist. Frau Ansku und der beste Bruder den wo gibt beschliessen also beim Verlassen des Supermkarktes, schnell zu Hause anzurufen, um den besten Vater den wo gibt, zu fragen, wo man denn jetzt am besten, schnellesten und billigsten die Dinger noch herbekommt.

Es klingelt, mein Vater nimmt den Hörer ab, ich frage nach den Gambas, da ertönt plötzlich noch bevor mein Vater antworten kann, neben mir ein "Im Asia Shop! Im Asia Shop nebenan!". Ich drehe mich vewörrt um, da geht zwei Zentimeter neben mir ein etwas älterer Mann und hat eigentlich meine Frage schon beantwortet. Ich grinse ihn an und sage ins Telefon: "Du, Papa, ich glaube, das hat sich gerade erledigt..." :)

Gab's dann auch im Asia Shop nebenan.

Freitag, 23. Mai 2008

Natürlich kann ich

Meine Damen (und Herren), ich bitte um Applaus.

Meine Mutter hat am 24. Mai Geburtstag. Letztes Jahr am 23. Mai also war das so: Da waren die liebsten Eltern ausgeflogen und Frau Ansku nutzt diese Gelegenheit und nimmt die Küche in Beschlag, um einen leckeren Apfelgeburtstagskuchen für die geliebte Mutter zu zaubern. Alles läuft gut, alles nach Rezept, bis... ja bis ich beim Verrühren der Zutaten merke, dass der Teig eher Teigsuppe als Teig ist. Verwörrung steigt auf, ich habe doch alle Angaben befolgt, aber egal. Teig zu flüssig, also Mehl rein. Noch mehr Mehl rein. Und noch mehr. Teig immer noch flüssig. Nach einer gefühlten Ewigkeit wird dieser Experimentiershow ein Ende gemacht, die geliebten Eltern kommen nach Hause und Frau Ansku muss schweren Herzens zur geliebten Mutter gehen und gestehen: "Duuuuhuu, Mama? Da steht Dein Geburtstagskuche in der Küche - kannst Du mal bitte den Teig retten? Ich weiss nicht mehr weiter."

Dieses Jahr am 23. Mai wurde wieder gebacken und wundersamerweise ist der Geburtstagskuchen sogar ohne Fremdeinwirkung als richtiger Kuchen aus dem Ofen gekommen, zwar aufgegangen wie ein Hefepilz (da war kein Stückchen Hefe drin, ich schwör!), so sehr aufgegangen, dass es über den Rand der Form gelaufen ist (Ich wusste nicht, dass Teig ohne Hefe so sehr aufgehen kann.) und oben schwarz (Ha! Das hätt'n Se mal sehn müsen! Pechschwarz. Ausser dem, was übergelaufen ist...) und unten - hmmm sagen wir seeehr 'klitschig' (inzwischen weiss ich auch, dass ich ihn weiter unten hätte backen müssen), aber wenn stört das schon? Meine Mutter jedenfalls liebt so richtig 'klitschige' Kuchen und hat sich jetzt schon riesig gefreut. Also freu ich mich auch. und tu so, als ob ich backen könnte.


(Ich kann zwar nicht backen, aber ich kann wenigstens kochen. Das ist gut, denn das Geburtstagsmenue morgen liegt ebenfalls in meinen Händen.)
(Sollte ich mal der allgemein Tendenz in Klein-Bloggersdorf nachgeben und mir dieses Buch zulegen? Dann klappt's auch mit dem Nachbarn, nein dem Geburtstagskuchen!)
(Sagen Sie eigentlich auch 'klitischig' oder ist das Rossmeister-Familiendialekt???)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Unnützes Wissen IX

Von allen geliebt und doch in letzter Zeit vernachlässigt, sorry!

* Im Japanischen klingt shi - die Zahl vier - wie "Tod". Echt Sushi-Rolls haben daher drei und fünf, aber niemals vier Sorten.

* Friedwart, der Hund von Jonathan Hart und seiner Frau Jennifer, hies in der amerikanischen Version von "Hart aber herzlich" Freeway.

* 80 Prozent aller Rohdiamanten werden über Antwerpen gehandelt.

* Täglich um 4.45 Uhr musste den Philosophen Immanuel Kant sein Diener Martin Lampe wecken, immer mit den Worten "Es ist Zeit".

* Der Southern Right Wale hat die grössten Hoden aller Tiere. Sie wiegen jeweils 45 Kilo. Bei einer Ejakulation stösst er 20 Liter Sperma aus.

Eine Ehe mit Gott

Vorneweg genommen: Ich möchte mit diesem Eintrag keinem auf den Fuss treten, der an Gott glaubt. Ich möchte keinesfalls die Kirche, den Glauben an Gott, gläubige Menschen oder irgendjemanden sonst angreifen, anklagen oder schlechtmachen, ich möchte auch nicht provozieren. Ich möchte einfach nur die Gedanken ausdrücken, die mir durch den Kopf gehen und die jede Menge Fragen aufwerfen. Ich möchte einfach nur fragen, weil ich es mit meinem kleinen Horizont nicht verstehe. Eventuelle Missverständnisse oder anstossende Formulierungen möge man mir daher nachsehen.

Gestern habe ich erfahren, dass eine Bekannte von mir am Wochenende einem Orden beitritt, sie wird Nonne. Es ist angeblich ein sehr weltlicher Orden, ein Institut, dennoch beinhaltet dieses Versprechen ein Zölibat. Das Zölibat wird zunächst für fünf Jahre abgegeben, später nach insgesamt zehn Jahren wird das Versprechen auf Lebenszeit abgegeben. Und seit gestern treibt dieser Gedanke mir Fragen durch den Kopf.

Für mich kann Kirche - von Menschen geleitet - keinen Gott oder etwas göttliches repräsentieren. Ich bin ganz allgemein (leider?) auch nicht glaubig und ich kann Glauben an Gott oder eine höhere Instanz allgemein nur sehr schwer nachvollziehen, ich sehe es meistens (zu einseitig?) die Welt sehr aus der Perspektive eines Wissenschaftlers, von Naturgesetzen geleitet und glaube nur sehr eingeschränkt an irgendwelche höheren Mächte oder Phänomene. Aber nichtsdestotrotz respektiere ich natürlich gläubige Menschen und ich freue mich unglaublich, wenn jemand so stark glauben kann, dass er/ sie daraus einen solchen Halt im Leben bekommen kann.

Das Zölibat ist nun sozusagen eine Heirat mit Gott, man wird Gottes Frau und verzichtet dafür auf weltliche Liebe, Familie etc. Das leuchtet mir noch irgendwie ein. Auch ist klar, dass Nonnen und Mönche sich um z.B. Seelsorge und das Wohl der anderen Menschen kümmern sollen, statt um - platt ausgedrückt - Befriedigung der eigenen Bedürfnisse und Lüste. Auch das ist verständlich und nachvollziehbar. Dennoch frage ich mich die ganze Zeit, mit welchem Recht oder besser gesagt mit welcher Begründung Gott (Ich verwende jetzt etwas undifferenziert das Wort "Gott" als Platzhalter für "die Kirche", "die christliche Lehre" etc., je nachdem wer seinen Anteil daran hat) also mit welcher Begründung dieser 'Gott' einen Menschen so komplett für sich einfordert und mit welcher Begründung er ihm das Recht auf Liebe im Sinne von Gründung einer Familie nimmt.

Ich spreche nicht von Sex als Lustbefriedigung, sondern von Liebe und Fortpflanzung, was eines der Urbedürfnisse des Menschen ist, auch schon in der Bibel "Seid fruchtbar und vermehret Euch!". Dass Sex als Lustbefriedigung als verwerflich angesehen wird/ werden kann und daher Enthaltsamkeit gepredigt wird oder dass einige Leute aus diesen Gründen bewusst als Jungfrau in die Ehe gehen wollen, ist verständlich, aber die Liebe von Mann und Frau und die Gründung einer Familie auf Basis dieser Liebe ist doch etwas absolut erstrebenswertes und schützenswertes, eben auch in der Bibel. Wie kann also ein (liebender!!) Gott einem Menschen, nur weil er sich und sein Leben an Gott orientieren will, auf wissenschaftlicher-evolutionstheoretischer Ebene gesehen das Recht auf Fortpflanzung und auf emotionaler Ebene gesehen, dieses wunderbare Gefühl, ein Kind in den Händen zu halten, es aufwachsen zu sehen, Verantwortung dafür zu übernehmen, wie kann man einem Menschen dieses alles verwehren? Wieso schliesst sich ein Leben im Dienste Gottes und eine ganz normale natürliche menschliche Entwicklung aus, von der ich sicher glaube, dass sie einen Menschen persönlich so bereichert, dass er GERADE dann wirklich Verantwortung für andere übernehmen kann? Ich denke, dass es ähnlich wie in der Arbeitswelt ist, dass man als Frau gerade durch das Mutter-Sein solchen Anforderungen viel besser gewachsen ist, wenn man einmal diese Liebe zu einem Kind erfahren hat.

Ich habe meine Informationen über das Zölibat aus diesem Artikel. Die Historie und Begründungen wie kultische Reinheit, die gesellschaftliche Stellung, die Einsatzfähigkeit, Zeichenhaftigkeit und Charismas sind für mich zum grössten Teil einsichtig und nachvollziehbar, dennoch überwiegen die Gegenargumente: Es will mir nicht so recht einleuchten, warum eine Familie an der Liebe zu Gott oder am Dienst für Gott und die Gemeindschaft hindert, abgesehen vielleicht vom Zeitfaktor und auch der ist relativ. Treffen diese Argumente heutzutage überhaupt noch zu?

Ich möchte mit diesen Fragen nur den/ das Zölibat gerne irgendwie verstehen, aber ich möchte bewusst die Fälle aus der Diskussion heraushalten, wo Priester heimlich das Zölibat gebrochen haben, wo Priester ihre Familien verleugnen oder Missbrauchsfälle. Das ist traurig, aber es sind Extrem- und hoffentlich auch Einzelfälle.

Ist das jetzt sehr wirr geschrieben oder ist das irgendwie verständlich? Ich hoffe...

Ein Herz für die Arbeitenden

Was man halt so in der Arbeit an Nettigkeiten bekommt. :)


Von der allerliebsten Kollegin - nein Freundin.

Einen schönen Feiertag allen Feiertagsentspannten und eine schöne Restwoche allen, die leider heute arbeiten müssen.

Nah am Abgrund

Mein Bad muss demnächst saniert werden, v.a. der Boden. Als vorige Woche die Handwerker für einen Kostenvoranschlag da waren, haben sie ein grosses Loch gegraben ein kleines Stück von den Fliesen herausgenommen, um die Beschaffenheit des Bodens darunter zu überprüfen.

Jetzt tapse ich seit zwei Wochen jeden Morgen schlaftrunken ganz vorsichtig in mein Bad, über den Teppich unter dem das Loch liegt und ganz vorsichtig mit einem groooossen Schritt über das Loch den Teppich hinweg zur Toilette, um nicht morgens schon in ein tiefes Loch zu fallen.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Meine Rettung

Arbeit war auch heute nicht so der Hit. Eigentlich eher das Gegenteil von dem stressigen Sekretariatsjob, den ich erwartet hatte, es lief etwas schleppend und es hat mich erstaunt, dass Leute am Freitag nachmittag eine Weltuntergangsstimmung verbreiten können, als würde gleich die Hölle hereinbrechen und erzählen, sie werden von Arbeit überflutet und sie brauchen jemanden für zwei Wochen und dann wissen sie nach nicht einmal mehr drei Tagen nicht mehr, was ich noch tun könnte.

Aber ich glaube fest daran, dass das einen Sinn hatte, und sei es nur die Befüllung meines Karmapunktekontos.

Was mich dann über den halben Tag bzw. die drei Tage gerettet hat, waren die Gedanken daran, dass ich heute in drei Wochen schon in Helsinki stehen und mir von meinem hart verdienten Geld meinen noch fehlenden Haushalt finanzieren werde. Irgendwie muss sich das ganze ja lohnen und daher ist spätestens seit Montag klar, dass bei mir nur Designer-Geschirrtücher ins Haus kommen oder dies hier oder diese schöne Schale oder ...
Ist schon klar, oder? ;)

(Es gibt einfach Dinge, da kann ich mich nicht beherrschen.)

Montag, 19. Mai 2008

Datenschutz

Über Datenschutz kann man bekanntlich geteilter Meinung sein. Bedenklich finde ich es jedoch, wenn mein Handy kaputtgeht, ich vom Anbieter ein Leihhandy bekomme und auf diesem Leihhandy lauter SMS von Vorbenutzern drauf sind - natürlich inklusive aller Nummern.

"Schatzi, du weisst, dass ich Dich liebe, Du bist das Beste, was mir je passiert ist."
"Dein Schatz fährt jetzt zur Mami und wir grillen den Papi, ne falsch, meine Schwester, falls es doch keine Lammkottlets gibt. Und du? Schon braungebrannt?"
"Hey Schatz, tu die Tüte mit dem Müll nicht weg da is der bon vom Kaffee drin den brauch ma morgen."

Ich schreib mit diesem Handy garantiert keine einzige SMS. Und weil das ein No.ki.a Handy ist, ich noch nie ein No.ki.a Handy hatte und No.ki.a Handz seit heute absolut unpraktisch finde, weil ich noch nicht einmal die Tastensperre finde, werde ich jetzt versuchen, irgendwie die Karte wieder da raus zu bekommen und sie in mein schönes damals sehr geliebtes altes Handy stecken. So.

Billige Tippse *edit*

Ab heute also das komplette Programm: Ablage, kopieren, Kaffee kochen etc.

Lichtblick des Tages: Die Aussicht auf eventuell ein kurzes Käffchen mit den liebsten Freundinnen und die Aussicht auf die Ankunft meines Kühlschrankes! Endlich! Nun, da ich auch echte Milch hier haben werde, nun kann ich Sie endlich alle hierher zum Kaffee einladen. Ich freue mich schon, alle lieben Blogger und Nicht-Blogger hier begrüßen zu dürfen. :)))

Bitte nicht drängeln, es kommt doch jeder dran!!!

Eine schöne Woche Ihnen allen!

*Edit: Nun ja, Arbeit ist halt doch (nur) Arbeit. Alles ganz normal. Leute nett, Arbeit doof, aber zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass jetzt, nachdem ich jahrelang so gut wie nichts verdient habe, ich inzwischen aufpassen muss, dass ich nicht über die magische 400 Euro-Grenze komme. So kann's gehen...

Sonntag, 18. Mai 2008

Wunderbares und Kurioses aus der Welt der Sprache II

Heute nocheinmal Navajo, weil es so schön kurios ist.

Es gibt Sprachen, unter anderem auch einige Indianersprachen, die markieren neben unzähligen anderen Dingen auch am Verb, ob die Handlung sozusagen ungehindert ausgeführt werden kann. Das hat auch etwas mit Kraft (Force) und Gegenkraft (Counterforce) zu tun. Sprich normalerweise geht man in einem Satz mit Subjekt und Objekt, wie zum Beispiel DEM prototypischen Sprachwissenschaftler-Beispielsatz "Der Mann schlägt die Frau" (wir wissen durchaus, dass das politisch unkorrekt ist, keine Ahnung, warum das trotzdem immer wieder verwendet wird.) also, in einem solchen normalen transitiven Satz geht man davon aus, dass das "Subjekt" (der Mann) mehr Kraft hat als das Objekt (die Frau), u.a. weil von ihm ja auch die Handlung ausgeht. Weitere Beispiele kann sich sicherlich jeder selber überlegen. Nun kann sich allerdings die Frau auch der Handlung wiedersetzen (sollte sie sogar ;) ), z.B. indem sie sich wegduckt, wegrennt oder den Schlag (nach Absolvierung eines Selbstverteidigungskurses) abwehrt. In diesen Fällen hat sie sozusagen eine eigene Kraft, die der Kraft des Subjektes entgegengesetzt wird und damit die Ausführung der Handlung beeinträchtigt. Wir nennen das Counterforce.
Das scheint für Navajo-Indianer extrem wichtig zu sein, jedenfalls wird im Navajo mit zwei Anhängseln am Verb -ji oder -bi markiert, ob das Objekt eine Counterforce hat oder nicht. Wehrt sich die Frau nicht und wird geschlagen, so wird der ganze Satz auf Navajo mit -bi gesagt werden, wehrt sie sich, würde an derselben Stelle im Verb -ji auftauchen.

Ein weiteres Beispiel wäre das Durchschneiden eines Seiles mit einem Messer. (Ich recycle nun die Beispiele, die unser Professor gebraucht hat, weil sie so nett waren.) Man kann das Seil, wenn es sehr dünn ist, vielleicht mit einem Schnitt durchtrennen, oder aber das Seil kann sehr dick sein, so dass man lange daran herumsäbeln muss, bis es schliesslich endlich durchtrennt ist. Auch in diesem Fall hat das Seil eine Counterforce, es "widersetzt" sich dem Durchgeschnitten-Werden. Wenn man jetzt soetwas auf Navajo ausdrücken würde, wäre es dann statt "Ich habe das Seil durchgeschnitten" in etwa "Ich habe es nach langen Mühen, stundenlangem Säbeln und drei stumpfen Messern endlich geschafft, das Seil durchzuschneiden."
Oder ein weiteres Beispiel aus unserem Kurs: "Ich sehe das Kind". Jeder, der mit Kindern zu tun hat, kann wahrscheinlich die folgenden Szenarien bestätigen: Entweder das Kind steht brav und still und man kann es deutlich sehen, kann z.B. auch ein Photo machen etc. oder das Kind ist bockig trotzig will kein Photo machen zappelt herum, versteckt sich und "widersetzt sich dem Gesehen-Werden". Das wäre dann dementsprechend: "Ich habe es trotz der Bockigkeit/ der Zappelei etc. des Kindes schliessendlich geschafft, das Kind zu sehen."

Hach, es gibt schon Sachen, dat amüsiert misch doch immer wieder auf's Neue. Und falls sich jetzt jemand wundert: Ja, wir reden immer so über Strukturen, Besonderheiten, Kuriositäten von Sprachen, obwohl wir in der Regel und auch ich momentan in der betreffenden Sprache noch nicht einmal einen Kaffee bestellen könnten. Aber macht doch irre Spaß, so zu klugscheissern. ;)

Daneben gibt es tatsächlich aber auch einen sogenannten Frustrativ, der anzeigt, dass die Handlung vergeblich oder nicht zu Ende ausgeführt wurde. Dieser Frustrativ taucht vorzugsweise in Sprachen Papua Neuguineas und Südostasiens auf, aber davon erzähl' ich das nächste Mal.

Mutter-Ton

Ich hab natürlich nicht alles geschafft - und auch nur zur Hälfte geputzt. Huch, da war's schon Abend.

O-Ton Mutter: Aber Du hast doch die letzten 24 Jahre auch nicht geputzt, wieso fängst Du das denn jetzt an, wo Du doch wichtigeres zu tun hast?

Ach, wenn das so ist... Der Grund war ja auch eigentlich nur, dass die weltbeste aller Studenten-Putzfrauen zwei Wochen in Urlaub ist und ich mir dachte, so einmal wenigstens zwischendurch wäre das angebracht. :))

Ja, war denn nicht grad noch Montach?

Die Zeit rennt, das ist ja allgemein bekannt und darüber wollen wir uns auch gar nicht mehr beklagen, weil sich sowieso jeder beklagt, und natürlich rennt die Zeit immer mehr, wenn man alt älter wird, aber irgendwie rennt sie ziemlich genau seit Beginn der Magisterarbeitszeit mit einem Schlag noch mehr und ich komme gar nicht mehr hinterher obwohl ich doch noch gar nicht soviel tue ausser zu Hause sitzen... Noch so ein typisches Phänomen?

Ein Tag ist ein Atemzug, eine Woche ist eigentlich nichts und ein Monat ist das, wenn man gerade einmal ein Buch aufgeschlagen hat.

(Und ein Sonntag war früher auch mal mehr. Früher zogen sich wenigstens noch die Wochenenden Sonntage vor lauter Langweile wie Kaugummi, wenn keiner Zeit hat und alle Freunde mit ihren Partnern zu Hause in trauter Zweisamkeit rumturteln sitzen und man selber ist alleine und zählt die Stunden und erfindet jeden Sonntag tausend neue Beschäftigungstherapien, die jeden Psychotherapeuten in Entzücken versetzen würden. Heute turteln sitzen die lieben Freunde immer noch, aber der Sonntag ist irgendwie schon vorbei, kaum ist man aufgestanden. Sorry, das verstehen jetzt wahrscheinlich nur die letzten paar Singles unter Ihnen... Nun ja, ich muss jetzt noch putzen, mit dem Hund raus, für die MA weiterlesen, zu meinen Eltern zum Abendessen, E-Mails beantworten...)

Nun ja, euch allen einen gemütlichen, kuscheligen, verregneten Rest-Sonntag. :)

Die Griechen

Die Griechen sagen es einfach, wie es ist:

"Und dann wurde sie mit einem Mann aus Kerkyla, einem äusserst wohlhabenden, verheiratet, der sich aus Andros aufgemacht hatte, und aus (von) diesem wurde ihr eine Tochter gemacht." :)

Wir haben den Kampf aufgenommen und es gab unglaublicherweise auch nach dem ersten Satz noch jede Menge Aha-Erlebnisse, vorzugsweise wenn die anderen vorgelesen - äääh vorübersetzt haben, aber doch wöklisch: da ging einiges und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und es hat sich dann doch wieder ein bisschen vertraut angefühlt.
Auch sehr lustig: Ich kann keine einzige Konjugation, Deklination oder whatever mehr vollständig durchdeklinieren und frei heruntersagen so wie früher ;) aber wir hautpsächlich meine lieben Indogermanistik-Freaks haben sehr interessante, intensive und detaillierte Diskussionen z.B. darüber geführt, warum die i-Stämme wie z.B. /opsis/ und /eris/ den Akkusativ auf /-in/ bilden, wo doch der Genitivstamm aber eigentlich ganz anders lautet. Und über das Sapphische Versamass, den Elfsilbler, dabei kann ich noch nicht einmal mehr den "stinknormalen" Hexameter.

Sprachwissenschaftler halt mal wieder. :)) Aber es hat Spaß gemacht und es hat auch gar nicht wehgetan, dieser Kampf dem Vergessen.

Freitag, 16. Mai 2008

Wein

Manchmal hilft auch Wein. Ganz gemütlich eine zwei Flaschen Wein auf dem Balkon und Gespräche mit lieben Menschen. Statt Weinen.

Weinen

Ein Post aus der Uni:

Ich habe gerade einen Anruf bekommen, ob ich nächste Woche in einer - mir bisher unbekannten - Abteilung bei uns in der Arbeit Sekretariatsvertretung machen kann. Möglichst die ganze Woche, eventuell auch noch die Woche darauf, es gibt anscheinend Arbeit en masse. Nun ist es so, dass ich früher sehr selten gearbeitet habe und daher auch sehr um nicht zu sagen extrem wenig verdient habe. Erst in letzter Zeit wurde es mehr u.a. wegen diesem Projekt und ich habe neulich auch gesagt, dass ich gerne auch weiterhin nach Ende des Projekts etwas mehr und regelmässiger (ein bis zwei Tage pro Woche) arbeiten möchte. Von daher ist es ja nett, dass sie jetzt an mich gedacht haben und ich wollte konnte daher auch nicht absagen. Aber andererseits ist es so, dass ich mich schon so darauf gefreut habe, - eigentlich wollte ich es erst vrkünden, wenn es soweit ist - nächste Woche endlich und wirklich mit dem Schreiben anfangen zu können.

(Und ganz abgesehen davon ist Sekretariatsvertretung mega blöd, wenn man sich in dem fremden Sekretariat nicht auskennt, alle zwei Minuten nachfragen muss, wo das und das denn hingehört und am Telefon eigentlich nur durch Nicht-Wissen glänzt "Ääääh, einen Moment bitte, ich glaube, da frage ich mal den Herrn XY...")

In solchen Situationen bekomme ich dann erstmal Panik und fange an zu rudern und weiss eigentlich gar nicht mehr, was ich jetzt tun soll. Und obwohl ich weiss, dass alles gut läuft und auch weiterhin laufen wird und ich gut in der Zeit bin und diese beschissenen ein zwei Wochen mir gar nichts machen und eigentlich sowieso alles gut wird, habe ich einfach nur Angst, dass mir diese beschissenen ein oder zwei Wochen am Schluss fehlen. Wenn ich wenigstens krank wäre, könnte ich mir ein Attest holen und bekäme die Zeit dann am Ende der Abgabefrist noch nachträglich angerechnet. Aber wer attestiert mir schon, dass ich arbeiten muss?

Wenigstens ist nächste Woche ein FeierMagisterarbeitstag. Ach je, ich geh jetzt erstmal eine Runde weinen. Und dann die Zeit bis zu unserer Griechisch-AG nutzen und weiter Theorie(n) lesen, 's hilft ja alles nüscht.

Hach, Frau Tunisianna, ich verstehe Sie so gut, wie das im Winter war. Jetzt.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Jaaaaaha

Jubeltrubelheiterkeit in Klein-Bloggersdorf und überall. :) Und ich kann jetzt wieder in Ruhe Griechisch lernen.

*Edit: ...und später in aller Ruhe anschauen, wie Herr Raab die durch den Kakao zieht.

.

Warum versaut Fräulein Mimimimi jede Aufgabe und bekommt trotzdem noch gute Kritiken??? Dat versteh ich nicht, ich versteh ja gottseidank allgemein nicht viel vom Model, aber dat versteh ich zum wiederholten Male nicht. Kann mir das mal jemand erklären? Jetzt bitte nicht anfangen von wegen Quote und so, Fräulein Mimimimi hat inzwischen so viel versaut, dass das auch eine Quote von 20 Millionen nicht mehr rechtefertigen würde.

Und obwohl ich das eigentlich gaaaaanz schäbig finde, drücke ich jetzt jaaanz feste die Daumen, dass sie wegen ihrem Bauch... äääh Bäuchlein fliegt.

Griechisch und GNTM fängt zwar beides mit G an, verträgt sich nicht so gut überhaupt nicht. Immerhin, ich habe inzwischen den ersten Satz ohne Lexikon übersetzt, da ging es darum, aus welcher Familie die Sappho stammt und wo sie wohnt und ihre Brüder werden namentlich erwähnt, sprich sprachlich äusserst anfordernd. Egal, ich muss jetzt Daumen drücken gegen für Mimimimi.

Kampf dem Vergessen

Wir verrückten Sprachwissenschaftler haben mal eben so eine AG zur Auffrischung unserer schon arg verstaubten Schulkenntnisse des Altgriechischen gegründet und somit darf ich mich morgen nachmittag mit Freude den poetischen Ergüssen der Sappho widmen. Also jetzt nach ziemlich genau 6 Jahren das total zerfledderte alte Griechischbuch herauskramen - und geniessen. ;) Ich werde immer sauer, wenn solche Kenntnisse einfach sang- und klanglos verschütt gehen, klingt komisch, ist aber so. Ich bin mal mehr als gespannt, was da noch geht. Wenn ich mehr als 10 Worte identifizieren kann, gibt es hier einen Jubel-Post.

Und nebenbei Daumen drücken, dass Schisele end.lich bittebittebitte einen Abgang macht. Dann muss ich nämlich diesen Mist nicht mehr gucken.

In diesem Sinne: οiδα οuκ εiδώς [oída ouk eidós]: Ich weiss, dass ich nichts weiss.

Die schöne Seite

Ich habe eine Freundin tausende Kilometer entfernt in Finnland, zwischen uns bestehen 15 Jahre Altersunterschied, aber doch ist sie eine gute Freundin. Letzte Woche habe ich dieser Freundin geschrieben, dass ich im Juni gerne kommen würde. Und hab seeehr vorsichtig angefragt, ob ich vielleicht wieder bei ihr übernachten könnte. Die Antwort darauf hat mich schier umgehauen. Diese Freundin hat nicht viel Geld, sie macht meistens Übersetzerjobs und sonstige Minijobs, das ist aber sehr saisonbedingt. Sie wohnt in einem kleinen Ein-Zimmer-Appartment, welches jetzt im Sommer renoviert wird, so dass sie Anfang Juni für ein paar Monate umziehen muss. Aber ich bin, egal wo sie dann gerade wohnt, jederzeit herzlich willkommen. Die Begründung hat sie auch mitgeschrieben, sie hat selber früher in Griechenland gelebt und möchte auch irgendwann im Sommer ihre Freunde dort besuchen. Und natürlich ist es nicht einfach, wenn man (als Student) wenig Geld hat, ein Hotel die Urlaubskasse mehr als erheblich verringern würde und man sich aber ungern ständig selber einladen möchte. Von daher ist sie genau in derselben Lage und von daher kann ich immer kommen, so lange sie nur irgendwie in Finnland und nicht sonstwo ist.

Was soll ich sagen, ich war gerührt, ich war kurz vor Knieperalarm. Irgendwo tausende Kilometer entfernt sitzt ein Mensch, mit dem ich die meiste Zeit des Jahres nur per E-Mail Kontakt habe, und sagt mir, ich wäre jederzeit herzlich willkommen, egal in welcher Situation sie selber ist. Das ist, finde ich, eines der schönsten Gefühle, die es gibt.
Heute dann noch mit der liebsten Ungarischlehrerin die wo gibt darüber gesprochen. Die Gute lebt schon seit etlichen Jahren fern der Heimat in Deutschland und hat bekräftigt, dass sie auch schon solche Erfahrungen gemacht hat und hat es so sehr schön auf den Punkt gebracht: Entfernung trennt nicht nur, Entfernung schweisst auch zusammen.

Auch für Frau Ami und für Frau Antonmann: Ich finde, das ist die schöne, faszinierende und beruhigende Seite der Medaille. Das dürfen wir nie vergessen.

Heute so

Wiederholungstäter.

Hach, wat freu ick mir!

Mittwoch, 14. Mai 2008

Memo an mich

Ich darf sollte mittags nicht so viel essen auch wenn der Sub.way noch so gut schmeckt. Äußerst schlecht für meinen Körperumfang die Magisterarbeit, weil danach gähnende lähmende Müdigkeit Ofen aus.

(Nicht zu vergessen: Jetzt ist Sommer.)

Urlaub für Magistranden

Wenn Magistranden sich mal so richtig was gönnen sich eine "kleine" Auszeit vom Schreibtisch nehmen, dann sieht das so aus, dass sie ab heute eine Woche lang fast jeden Tag freiwillig um sieben Uhr in der Früh aufstehen und von acht bis zehn Uhr in der Uni sitzen, um ja dieses wunderbare Blockseminar nicht zu verpassen. Und um das schlechte Magistranden-Gewissen zu beruhigen: Man Frau ist ja mittags wieder zu Hause und es ist ja nicht so, dass ich so ohne das Seminar bedeutend mehr tun würde kann dann ja noch ganz viel machen. ;)

Dienstag, 13. Mai 2008

Übrigens

Gestern das erste Mal in meiner Lieblings-Sprachwissenschaftler-WG auf der Dachterrasse gegrillt.

Gestern das erste Frauenbierchen der Saison getrunken. Mmmh!

Montag, 12. Mai 2008

Wunderbares und Kurioses aus der Welt der Sprache

Es gibt mal wieder eine neue Kategorie im Blog, in der ihr ab heute hin und wieder live und in Farbe mit mir durch die wunderbare, faszinierende und komische Welt der Sprachewissenschaft stolpern dürft.

Heute: Navajo, eine Indianersprache aus Amerika, gehört zu den sog. Athapaska-Sprachen

* Ich habe gehört, dass es extrem unhöflich ist, einen Navajo-Sprecher zu unterbrechen. Das liegt daran, dass sämtliche Aktanten in einem Satz (also Subjekt, Objekt und wer halt noch alles so am Geschehen beteiligt ist) am Verb mit einem kleinen Suffix markiert werden und damit die Verben so kompliziert werden, dass der Navajo-Sprecher in diesem komplexem System schlicht und einfach den Faden verliert, wird er einmal unterbrochen.

* aneesk'es: Ich eile vor mich hin. :)

* Hwáah! Ausdruck der Erschöpfung. :)

* Auch sehr schön:
doo nisin da: Ich will es nicht.
doo nisxin da: Ich will es wirklich nicht!

Sonntag, 11. Mai 2008

Vengan los espanoles!



Sommerzeit, Zeit für spanische Musik, nur diesmal etwas anders. Grandios.

BES.TÅ, die zweite

Nachdem ich mich noch ziemlich lebhaft an diese Diskussion erinnern kann:

Eltern: (diskustieren über die horrenden Preise für (Designer-)Möbel)
Tochter: Ja, aber warum kauft ihr denn nicht so ein Regalsystem bei IK.EA, das kostet nicht soviel und ist vielleicht nicht ganz so hochwertig, aber dafür ist es kein Drama, wenn das mal in 5 oder 10 Jahren alt und schäbig ausschaut oder man es nicht mehr sehen will, dann schmeisst man es halt einfach weg und es ist nicht wirklich schlimm, weil nicht so schrecklich wertvoll und man kauft sich was Schönes Neues...
Eltern: NAAAAIIN, also wirklich nicht. Also in unserem Alter, da wollen wir schon etwas dauerhaftes und IKEA schaut ja wirklich nach wenigen Jahren nicht mehr schön aus und die Qualität und da geben wir lieber einmal mehr Geld für was Gutes aus und...
Tochter: (....)

Wie gesagt, nachdem ich mich also nun noch recht lebhaft an diese Szene erinnern kann, habe ich heute nun zum zweiten Mal ein BES.TÅ-Regal aufgebaut - für das Arbeitszimmer des allerliebsten Papas, den wo gibt. Und auch unsere Küche zieren demnächst zwei Hängeschränke vom grossen blaugelben Möbelschweden, wer hätte sowas gedacht?

Und als guter Anfang für eine IK.EA-Karriere hat meinen Mutter auch prompt die Wand falsch ausgemessen und es geht nächste Woche fröhlich zum Umtauschen... Das Gute an der Sache: Ich war es nicht! ;)

Wie die Tochter, so die Eltern, sag' ich da nur. Ich Trendsetter, ich :)

Muttertag und noch so.

Neben einem sehr schönen Muttertag (mit vielseits hochgelobtem Extra-Muttertags-Menü: Rindefiletstreifen mit asiatischem Gemüse und Duftreis- ich will mich hier ja nicht selbst loben... ;-) ) würde ich heute am liebsten den absoluten Chaostag ausrufen.

In puncto Selbstverletztung, blaue Flecken und Selbstverstümmelung heute neue Rekordmarken mit links gesprengt. Neben unzähligen blauen Flecken hab ich mich heute ienmal selber richtig böse bis aufs Blut gekratzt und eine meiner Lieblingshosen liegt nun zerfetzt am oberene Rand angereissen in der Ecke, weil ich mit der Gürtelschlaufe an der Klinke der Klotür hängengeblieben bin.

Ich geh jetzt lieber ganz schnell ins Bett...

Freitag, 9. Mai 2008

Das letzte

Heute den letzten Schein meines Studentenlebens abgeholt und dann noch sowas!!! Toll, wie immer, musste ja so kommen. Ich könnt' mich so aufregen, da denkt man schon ma jetzt hab ich alles zusammen, jetzt wird ist alles gut und vorbei und dann sowas. So eine Enttäsuchung!
Hach, 'sch könnt' hier echt ma §$%'#&#*** , aber jetzt sag ich's halt einfach:

Es war nuuur eine.........
1-

;))

Eine EINS MINUS!!!

:D

Damit ist meine Einser-Serie gerettet, wenn man von Ihm absieht, aber das zählt nicht, das war ein Ausrutscher, das war gar nicht meine Schuld das wird ignoriert. Hach, wat'n schöner Start in die kurzen Pfingstferien. Hach, wat'n schöner Tag heute! :)

Donnerstag, 8. Mai 2008

Unverkniffen

Generell, wenn ich mit unserem Hund Gassi gehe, läuft der immer an der Leine. Wenn dann ständig alle 5 min. irgendwelche Köter von weissenichwoher der anderen Ecke des Parks angeschossen kommen und unseren Hund umschwänzeln hinterherrennen, und die Besitzer stehen an der anderen Ecke des Parks und brüllen sich die Seele, Lunge oder auch beides aus dem Leib, aber es bringt sowieso nicht's, weil der Hund hört's nicht und würde selbst wenn nicht hören, dann finde ich das etwas unangenehm, weil ich gehört habe, dass Hunde an der Leine einen stärkeren Beschützerinstinkt haben als Hunde, die frei herumlaufen. Außerdem bekomme auch ich diese verzogenen Viecher spätestens an der nächsten Weggabelung wieder los von unserem Hund und das nervt dann, ein Hund zwischen den Beinen reicht mir eigentlich. Den Besitzern aufgetakelten Tussis von diesen verzogenen Kötern würde ich oftmals gerne die Meinung geigen eine Visitenkarte der nächsten Hundeschule geben raten, ihren Hund entweder zu erziehen oder an die Leine zu nehmen, was in diesem Fall noch angenehmer für alle Beteiligten wäre. Dazu muss gesagt werden: Unser Hund ist aber inzwischen alt extremst gelassen und macht gar nichts mehr bei anderen Hunden, das ist meine Rettung sehr angenehm.

Gestern dann auf dem Heimweg unsere Straße entlanggelaufen und aus der Ferne eine aufgetakelte Tussi mit drei grossen Kötern an der Leine entgegekommen sehen, wegen schmalem Gehweg vorsichtshalber die Straße gewechselt und dann - Hunde kläffen, rennen trotz Leine auf die Straße, Besitzerin am Schimpfen, keine Reaktion - in aller Ruhe beim Vorbeigehen das Theater auf der anderen Straßenseite angesehen, Allerdings konnte ich mir nicht mehr verkneifen, unseren braven alten Hund, im Vorbeigehen einmal extrem hörbar und deutlich zu loben.

GUUUT LOTTI, BRAAAVER HUND, SOOO IST'S GUUT!

Komisch

Ich muss manchmal in den absurdesten Situationen so loslachen, obwohl es eigentlich nicht wirklich lustig ist, da geht dann einfach gar nichts mehr. Wenn man selber halb aus dem Fenster hängt, der Vater unten auf dem Balkon steht und man versucht, den Schreibtischstuhl zu nehmen, zu halten und hochzuziehen, weil der nicht durch die normale Tür passt, und der liebste Vater dann sagt: "Warte, halt den Stuhl, ich komme hoch" und dann hängt man da ca. eine Minute am aus dem Fenster mit einem weinroten Schreibtischstuhl an den Händen baumelnd und fängt schon leise an zu kichern. Wenn jetzt jemand an der Straße vorbeikommt... Dann kommt der liebste Vater, wir ziehen den Stuhl herein in mein Zimmer, ich muss immer noch kichern und in diesem Moment fällt das Unterteil mit den Rollen ab und unten auf den Balkon und ich kann nicht mehr vor Lachen ich kann einfach nicht anders, obwohl ich natürlich gleichzeitig auch Schiss habe, dass der Stuhl jetzt kaputt ist.
War er aber dann nicht, ich hab inzwischen wieder aufhören können zu lachen, alles gut.

Ich liebe.

* Baden am Morgen Vormittag, wenn die Sonne durch das Dachfenster scheint und lustige Muster ins Wasser zaubert. (Bei meinen Eltern haben wir ein fensterloses Badezimmer.)

* die EINE übrige verwilderte Wiese im Park, die se nüsch plattgesäbelt haben.

Schisele

Ich gucke diese öxtröm bildungsträchtige Sendung ja nur dann und wann wenn mir gar zu langweilig ist, aber ich hatte so die Daumen gedrückt, dass Madame Heulsuse, die bis jetzt jede Sendung und jede Aufgabe nur unter Tränensturzbächen boykottiert hat und eigentlich nur durch ihre Intrigen geglänzt hat, endlich rausfliegt.

Und obwohl die ganze Sendung bescheuert ist, das ärgert mich jetzt echt. Was Quoten so alles machen können, 's is' nüsch zu fassen.

stinkt

Vor zwei Tagen habe ich im Supermarkt einen harmlosen Käse ausgewählt, einen extra kleinen für einen Ein-Personen-Haushalt. Zuhause dann bemerkt, dass es sich um einen echten Stinkekäse handelt der selbst durch die Tupperdose hindurch stinkt. Jetzt esse ich gerade das letzte Stück zum Frühstück, das Fenster ist sowieso schon auf und dann kann man hier auch wieder ohne Gastmaske durchatmen. ;)

Dienstag, 6. Mai 2008

Matkalaulu

Nun, was sagt dem erfahrenen Blogleser dieses Lied??? ;)

Matkalaulu - Reiselied (PMMP)



Text (Übersetzung folgt unten):

Kamat kyydissä on
etupenkkipaikasta riitaa
Otin yhden kasetin
Juholla on kuitenkin liikaa
Kenen vuoro ajaa?
Mikko on ottanut oluen
Tytöt kuskina vaan s
illoinkun on hätätilanne.

Laula Paula meille laulu

ettei vielä silmä tummu

"Perillä" on tuolla edessämme jossain

Mennään, mutta ajetaan hiljempaa
Toivon, ettei matka loppuis ollenkaan
Tämä voi ollakoko elämämme ihanin päivä
Ajetaan hiljempaa
Toivon, että matka jatkuu, jatkuu vaan

Miraa pissatti taas

pysähdytään kolmatta kertaa
Samat huoltoasemat
Heikille kahvi ja pullaa

Laula vielä yksi laulu

ettei iltaan silmä tummu.

Avaan ikkunan

hengitän sisään maisemaa
niin täydellistä, että pelottaa
Pelkään, että aika ajaa meidät erilleen
Mitä sitten teen
mitä sitten teen?
Eikä ajatella sitä kuka on kenenkin
että meillä kaikilla on kotikin
Toisilla on joku, joka siellä odottaa
Nyt ei kukaan muista
eikä tahdokaan.


Übersetzung (meine bescheidene schnelle):

Das Gepäck ist im Auto verstaut,
Streit um den Platz auf dem Vordersitz
Ich nehme eine Kastte,
und Juho hat zuviel erwischt.
Wer ist an der Reihe zu fahren?
Mikko hat ein Bier getrunken.
Mädchen als Fahrer nur
in einer Notlage

Sing, Paula, uns ein Liedchen,
dass nicht wieder das Auge zufällt.

„Am Ziel“ ist dort irgendwo vor uns.
Fahren wir, aber lass uns ruhiger fahren.
Ich hoffe, dass die Reise niemals endet.
Das hier könnte der
glücklichste Tag unseres ganzen Lebens werden.

Lasst uns ruhiger fahren.
Ich hoffe, dass die Reise weitergeht, einfach nur weitergeht.

Mira muss schon wieder pieseln,
wir halten das dritte Mal.
Dieselbe Tankstelle
und für Heikki Kaffee und Gebäck

Sing noch ein Lied,
damit nicht die Augen zum Abend hin zufallen.

Ich öffne das Fenster
atme die Landschaft in mich hinein
so perfekt, dass es Angst macht.
Ich habe Angst, das die Zeit uns auseinander führt,
was mach’ ich dann,
was mach’ ich dann?
Und bloss nicht daran denken, wer zu wem gehört

und dass wir alle ein Zuhause haben.
Andere haben jemanden,
der dort wartet,
aber jetzt erinnert sich keiner
und es will auch keiner.

Montag, 5. Mai 2008

Kindermund

"Komm, wir spielen Teppich".

Teppich spielen macht Spaß. Wirklich. Tut mir Leid für Sie, wenn Sie das nicht wissen.

Sonntag, 4. Mai 2008

Ooooh aaaah

Diese Fusspilzduschen im Schwimmbad bringen ja bekanntlich überhaupt nichts nullkommanull, gehören aber aus Prinzip zu jedem Schwimmbadbesuch dazu.

Sie kennen diese Düsen, wo das Wasser aus einem Rohr oben als richtig harter Strahl herauskommt und einem dann so richtig hart auf den Nacken/ Rücken klatscht plätschert? Ich kann meinen Kopf wieder ohne Schmerzen drehen, ich bin ein neuer Mensch. Wun.der.bar, das.

Samstag, 3. Mai 2008

Flyer

Ein sehr interessantes Phänomen an bzw. VOR unserer Uni sind die Flyer-, BISS-und Zeitungs-Verteiler, die ausgerechnet den U-Bahnhof unserer Uni als Ort ihres alltäglichen Schauspiels auserkoren haben. Darüber möchte ich heute berichten, denn dieses Phänomen hat mich meine ganze Studentenzeit lang tagtäglich begleitet und genervt..

Bei uns ist das nämlich so: Willst Du in die Uni, musst Du erst einmal an den Werbefuzis, dann (gottseidank jetzt nicht mehr) am BISS-Verkäufer, dann am SZ-Mann und an den Flyer-Verteilern vorbei. Meist fängt es schon im Zwischengeschoss des U-Bahnhofes an, wo sich mitten vorm Ausgang entweder das Ro.te Kreu.z, also die Sanis oder feuerwerrot gekleidete Werbefuzzis die aussehen wie Sanis aufgebaut haben und dem kaufkräftigen Publikum den in letzter Minute zur Vorlesung hetzenden Studenten entweder für die Sanitäterarbeit oder den neuesten suuupergünstigen Studententarif zu begeistern versuchen.

Hat man es an dieser Hürde vorbeigeschafft (der BISS-Verkäufer, den die ganze Uni gehasst hat und zu dessen "Ehren" es sogar eine Gruppe im Stu.di.VZ gibt, hat sich anscheinend inzwischen endgültig verzogen. Nichts gegen BISS, BISS ist ein sehr vernünftiges und tolles Zeitschriften-Projekt, aber Zeitschriftenverkäufer müssen meiner Ansicht nach in den heutigen Zeiten nicht mehr einen ganzen U-Bahnhof zusammenbrüllen.) und steht glücklich auf der Rolltreppe zur Oberfläche, in Gedanken schon dabei sich eine Ausrede für die Verspätung zurechtzulegen ("Entschuligung, die Sanis im U-Bahnhof..."), da taucht am oberen Rand der Rolltreppe etwas türkisgrünes auf und die kleine Studentenseele erschaudert abermals. Es hilft nämlich gar nichts, dass man im Laufe von sechs Jahren schon 1.345.234 mal nett und freundlich erklärt hat, dass man KEIN S.Z.-Probeabo braucht, man erklärt es einfach auch heute nochmal, zum 1.345.235. Mal und hat für heute vorerst seine Ruhe.

Fast am Ausgang angekommen kommt dann als glänzendes Finale der Grossangriff die allergrösste Hürde. Ein Schwarm von mindestens 30 3 von diesen betont hippen, coolen Flyer-Verteilern wollen Dich unbedingt über die nächsten suuuuperhippen coolen Partys in dieser Stadt informieren und stürzen sich, kaum hast Du die Rolltreppe verlassen, von allen Seiten auf Dich. Einziges Mittel: abwarten bis eine grössere Menschentraube vorbeikommt und dann betont lässig cool in der Mitte abgeschirmt nach allen Seiten durchgehen. Aber dazu hat man ja auch leider nicht immer die Zeit, der Professor wartet ja nicht...
Eine kleine Frage noch: Wo sind eigentlich bei dieser fröhlichen, kunterbunten Versammlung die Zeugen Jehovas???

Im Laufe der Jahre quält man sich als Münchner Student also tagtäglich durch dieses Geschwader und wenn man auch im ersten Semester noch freundlich-interessiert zuhörte und sich brav einen Flyer mitnahm, so kam ich doch nach einigen Wochen jedoch nicht mehr mit Wegschmeissen hinterher fand ich in jedem Winkel meines Zimmers nur noch Flyer, es wurde mir zu blöd. Von da an lächelte ich also jeden Flyer-Verteiler, der mir entgegen kam, freundlich an und lehnte genauso freundlich ab, nein, danke, ich brauche das nicht. Irgendwann im Laufe eines Studentendaseins, wenn man jeden Tag mit diesen Schmeissfliegen Flyer-Verteilern konfrontiert wird und sie kommen trotzdem immer wieder mit diesem betont fröhlichen, trendigen Grinsen auf Dich zu, wird jedoch selbst das zu doof. ("Nein, danke ich brauche das WIRKLICH nicht.") Und eine weitere wichtige Erkenntnis überfällt mich: Ich kann auch überleben und als Student existieren, ohne dass ich immer stets und überall informiert bin, wo in dieser Stadt welche supercoole hippe Party steigt. Diese Erkenntnis bedeutet eine grosse Befreiung und gleichzeitig regt sich in mir eine gewisse Abneigung gegen diese Mauer von hippen coolen Leuten, gegen die ich tagtäglich renne. Ich gehe also spätestens ab Anfang des dritten Semesters (ich bin ein sehr toleranter Mensch!!) dazu über, strikt zu ignorieren, ich strafe diese Schmeissfliegen mit Nichtachtung und gehe betont lässig ohne nach links oder rechts zu sehen durch diesen Wuselhaufen von Leuten, die etwas von mir wollen. Bringt auch nur kurz wirkliche Erleichterung. Inzwischen befinden wir uns am Ende des Semesters und ich werde langsam agressiv sauer und sage ab jetzt stets und sobald sie nur in meinen Blickwinkel kommen und bevor sie auch nur irgendein Wort von irgendeiner hippen und coolen Party erzählen können laut und deutlich "Nein, danke" (immer noch zu sehr freundlich, ich weiss).
Im Laufe der letzten zwei Jahre jedoch habe ich die Lösung gefunden. Die Rettung, die mich vor diesem täglichen Wahnsinn bewahrt. Ich brauch noch nicht einmal meine Stimmbänder dafür zu strapzieren, sondern setze immer rechtzeitig spätestens vor der Rolltreppe meine Kopfhörer auf, drehe den MP3-Player auf volle Lautstärke und renne gehe nun - den Blick stur auf den Boden gerichtet - durch diese Mauer, ohne auf irgendetwas zu reagieren, genaugenommen existieren die Flyer und ihre Verteiler gar nicht mehr. Und es wirkt! Natürlich, sehr zaghafte Versuche, mich anzusprechen vollzulabern gibt es weiterhin, aber ich kann immerhin ungehindert die U-Bahn-Station verlassen.

Und dann bin ich in der Uni und kann endlich in Ruhe und pünktlich die Vorlesung geniessen.

Und das nächste Mal erzähl' ich dann vom Gemüse-Didi. :))

Mir ist bewusst, dass ich, wenn ich Blog schreibe, einen Teil von mir der Öffentlichkeit preisgebe. Dass wildfremde Leute aus den Postings vielleicht Rückschlüsse über meine Persönlichkeit ziehen können, dass Leute miterleben, was ich tue, was ich z.B. so esse, was meine Vorlieben und Interessen sind und natürlich auch einen Teil meiner Gedanken usw. Komischer- oder naiverweise macht mir das wenig aus, es ja sowieso eigentlich alles nur ein Spiel.

Dagegen überlege ich mir manchmal (als ein Beispiel), wenn es mich nach der "geliebten" Gartenarbeit nach einem Eis gelüstet, ob ich mir das bei der direkt benachbarten Tankstelle holen soll oder woanders. Weil es bei der Tankstelle teuer ist und weil wenn ich zu oft zu der Tankstelle gehe, dann kennen mich die Leute ja dort, dann bekommen sie vielleicht mit, was ich so alles im Laufe der Zeit kaufe und denken sich womöglich was. ("Ach, guck mal an, die hat schon wieder ein Eis gekauft. Na, ob die es sich leisten kann...") Und beim wiederum nächsten Mal gucken die mich dann womöglich komisch an. Und so stehe ich oft ratlos da und überlege, ob ich mich an einem bestimmten Ort jetzt schon wieder ohne Angst vor "übler Nachrede" blicken lassen kann und verzichte dann manchmal doch lieber auf das Eis.
Deswegen habe ich viel mehr Bedenken als wegen irgendwelchen Internet-Geistern, die sich was über mich denken, was ich eh niemals mitbekommen werde. Aber die Tankstellenangestellten merken sich bestimmt alles, was jeder Kunde in jedem Monat gekauft hat. Ganz bestimmt. Finde ich trotzdem komisch und bescheuert, da sollte ich mal drüber nachdenken.

(Eine 24h-Tankstelle direkt auf dem Nachbargrundstück ist sowieso etwas sehr Schlimmes. Wenn man mal am Wochenende nichts im Haus hat und auch sonst.)

(Noch so Gedanken, die einem bei der Gartenarbeit kommen.)

Freitag, 2. Mai 2008

meins meins meins!!



klein, weiss, bequem, drehbar und meins. :)

das es sowas noch gibt.

Jetzt schon den zweiten Tag NICHT mit meiner Mutter gestritten, sogar der 4Stunden-HardCore-Einkauf beim Möbelschweden war Mutter-Tochter-Harmonie pur, no stress, einfach nur entspannt shoppen, überlegen, gucken. 'sch bin völlig verwörrt, dass es sowas noch gibt. Das hatten wir letztes Mal an Weihnachten (gefühlter Zeitraum). Unglaublich, unbelievable, aber wun.der.schön. :)